Kaiserstuhl 2017

Wie bereits im letzten Jahr zog es meine Freundin und mich in diesem Jahr wieder an den Kaiserstuhl. Die sonnenreichste Region Deutschlands bietet vielen wärmeliebenden Arten optimale Bedingungen. Neben der Smaragdeidechse, der Schlingnatter und der Gottesanbeterin, haben sich auch der Wiedehopf und der Bienenfresser ausgebreitet.

 

Wie auch in meiner Heimat, der Pfalz, ist die Region durch Weinbau geprägt. Allerdings unterscheidet sich der Kaiserstuhl durch seine Lössböden, die zu Terassen geformt wurden optisch doch recht deutlich. Parallelen gibt es auch in der heimischen Tierwelt, so finden sich die meisten der hier entdeckten Arten auch bereits in meiner Umgebung wieder. Trotzdem ist es immer wieder schön am Kaiserstuhl neues zu entdecken, da Dichte und Konzentration der Tiere dort doch deutlich über den pfälzer Verhältnissen liegen. Allein auf dem ca. 3km langen Wanderweg, auf dem dieses Bild entstanden ist, können Wiedehopf, Schlingnatter, Smaragdeidechse und Gottesanbeterinnen entdeckt werden.

 

 

 

Die wäremliebende westliche Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) kommt in Deutschland nur vereinzelt vor. Am Kaiserstuhl ist sie noch recht häufig zu entdecken. Die männlichen Tiere tragen im Frühjahr zur Paarungszeit eine intensiv blau gefärbte Kehle. Mit bis zu maximal 40cm ist sie die größte Eidechse Deutschlands.

Leider haben sie mir bislang noch kein freigestelltes Bild gegönnt.

 

 

 

 

Die Schlingnatter (Coronella austriaca) ist eine wärmeliebende, bis ca. 70cm lange ungiftige Schlange. Sie ist in nahezu ganz Europa anzutreffen und bewohnt, wie auf dem Bild, oft Steinmauern. Trotzdem trifft man sie recht selten an, da sie sehr verborgen lebt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine weitere mediterane Art, die am Kaiserstuhl recht häufig angetroffen werden kann, ist die Gottesanbeterin (Mantis religiosa). Die Fangschrecke lauert in kleinen Büschen auf Beute. Ihre Farbe variiert von grün über braun bis fast schwarz. Auf dem Bild ist ein weibliches Tier zu sehen. Sie werden deutlich größer und kompakter als die männlichen Tiere und sind recht flugfaul, weshalb sie weniger schnell vor der Kamera fliehen.

Nun folgt eine kleine Auswahl an Vögeln, die an den Weinbergen am Wanderweg angetroffen werden können.

 

 

 

 

 

Auch der Wiedehopf ist recht häufig zu sehen. So konnte ich insgesamt über 10 Individuen sehen, ein Highlight war der Kampf von 3 Tieren. Leider konnte ich die Szenen nicht fotografisch festhalten. Daher muss ich mich vorherst bis zur nächsten Saison mit diesen Bildern begnügen.

Darüberhinaus können einige hübsche Schmetterlings- und Spinnenarten beobachetet werden, wie die Wespenspinnne, der Schwalbenschwanz und diverse Bläulinge.

 

 

 

 

ein kleiner Grasfrosch (Rana temporaria) rundete den Trip am Ende noch ab. Ich freue mich immer wieder an den Kaiserstuhl zurück zu kommen und hoffe auch im nächsten Jahr die Diversität der Fauna fotografieren zu können.